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Donnerstag, 1. März 2018

Winterwunderland

Das eisige Winterhoch "Hartmut" hat ganz Deutschland im Griff.
Natürlich liegen auch auf Föhr die Temperaturen im Minusbereich - tagsüber, und nachts sowieso. Seit ein paar Tagen haben wir noch dazu jede Menge Schnee. Ich meine JEDE MENGE SCHNEE. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals so viel Schnee gesehen zu haben (außer im Skiurlaub vielleicht). Einerseits sieht das natürlich sehr schön aus, wie ihr gleich sehen werdet. Die Kinder bauen Schneemänner und fahren Schlitten, für sie ist das ein wahres Winterwunderland!
Andererseits sorgt der viele Schnee aber auch für ein paar Schwierigkeiten - so bin ich in letzter Zeit nur noch zu Fuß unterwegs. Mit dem Fahrrad hab ich einfach keine Chance. Und meine Fähre von Amrum hat gestern Abend mit fast 3h Verspätung den Wyker Hafen erreicht und die Eisdecke, die sich im Hafenbecken gebildet hatte, durchbrochen, sodass ich um viertel nach 9 schließlich durch die Schneeberge nach Hause stapfen konnte 😅.
Jaja. Eigentlich mag ich es ja, wenn die Jahreszeiten so sind "wie sie gehören". Trotzdem wäre ich dann jetzt so langsam bereit für den Frühling! 😉

"meine" Straße im Schnee

Schneeberge am Hafen




die MS Uthlande im Schnee

Schnee und Eis auch an Bord

Sandwall im Schnee

Ja, sind wir denn am Nordpol?!

Sonntag, 21. Januar 2018

10 Zeichen für den Inselwinter

Heute präsentiere ich euch, quasi als Finale meiner kleinen "Mini-Serie", meine persönlichen, besonders föhr-typischen


⛄ 10 Zeichen für den Inselwinter ⛄


1. Die Insulaner sind wieder unter sich. Mal abgesehen von den Tagen rund um Weihnachten und Silvester ist die Insel nun leer. Off-Saison sozusagen. Die Insulaner sind nun wieder unter sich. Das ist hier die Hoch-Zeit für das Vereinsleben! Anders als im Sommer fällt es schon auf, wenn man mal ein anderes Autokennzeichen als das heimische "NF" sieht.

2. Am Strand ist ebenfalls Winter. Wo sich im Sommer mehrere Reihen von Strandkörben im Sand, Badeinseln auf dem Wasser, DLRG-Hütten und Sonnenschirme tummeln, gibt es jetzt nichts als Sand. Und der wird gegen Wind und Wetter zu ordentlichen Türmen aufgeschoben.

3. Ruhe kehrt ein. Das ergibt sich quasi zwangsläufig aus dem zuerst genannten Punkt. Es herrscht kaum noch Autoverkehr. Es sind wenig Leute unterwegs, egal, wo man sich bewegt. Einkaufen? Herrlich entspannt mit noch 1-2 anderen Kunden im Laden. Anstehen an der Post? Wohl kaum. Abends durch die Wyker Sträßchen spazieren? Mutterseelenallein. 😊

4. Die Supermärkte haben sonntags geschlossen. Während woanders die Läden sonntags immer geschlossen haben, ist das auf Föhr wegen der vielen Urlauber zumindest im Sommer anders. Nun jedoch ist damit Schluss. Hatte man sich über den Sommer daran gewöhnt, im Notfall auch sonntags noch Lebensmittel holen zu können, heißt es jetzt wie überall: geschlossen!

5. Dicht ist dicht. Nicht nur die Supermärkte haben geschlossen. Auch viele Cafés. Restaurants. Lädchen. Das Schwimmbad. Das Kino. Alle dicht.

Dicht.

Auch dicht.

Leider ebenfalls dicht.

6. Das Wetter... ist manchmal toll. Ich sage nur Wintersonne, strahlendes Licht, eisglitzerndes Watt... leider ist es oft aber auch einfach nur bäh. Nass. Grau. Nieselig. Nebelig. Pustig. 🙇

7. Wiese?! Matschpiste! Nach dem ewig langen Dauernieselregen, der uns eigentlich seit November begleitet, ist die Wiese rund ums Haus mehr als aufgeweicht. Um nicht zu sagen ein einziger Matschhaufen. Wenn man da am Fahrradschuppen mal einen falschen Schritt tut, kann man sich gleich neue Schuhe holen! 😅

8. Man trägt viele, viele Kleidungsstücke. Gleichzeitig. Morgens vor dem Kleiderschrank stellt sich eher weniger die Frage nach diesem oder jenem Pullover. Besser gleich für das "und" entscheiden! 😉

9. Jaja, die Fähren... Dass der Fährfahrplan im Winter deutlich ausgedünnt ist, hatte ich, glaube ich, schon berichtet. Zusätzlich sollte man jetzt jedoch in jedem Fall regelmäßig einen Blick auf die aktuellen Meldungen werfen. Sturm, Ostwind, Niedrigwasser - im Winter gibt es viele Gründe, warum da oft nichts so läuft, wie geplant.

10. Aaaaber - der Winter hat auf Föhr eindeutig auch etwas sehr gemütliches!! 😊 Wenn abends die Lichter in den Friesenhäusern leuchten, nirgendwo mehr Gewusel herrscht, heiße Getränke angeboten werden, das Tempo noch ein bisschen langsamer läuft, als es das hier sowieso schon tut... dann macht der Inselwinter echt Spaß! 🍵

Sonntag, 14. Januar 2018

Fahrrad fahren im Winter!

Nachdem der Inselwinter sich bisher eher von der trüben, grauen, nasskalten und damit fiesen Sorte gezeigt hat, hatten wir heute endlich mal wieder Sonne! Juhu! 🌞
Den ein oder anderen Strandspaziergang hatte ich in letzter Zeit bereits gemacht und so zog es mich diesmal raus aus Wyk, endlich mal wieder "aufs Land", die Weite der Marsch, Friesenhäuschen gucken... also hab ich mich zu einer Fahrradtour im Winter entschlossen!

Dazu kann ich folgendes berichten: ja, ich habe mich sehr warm angezogen. Doppelte und dreifache Schichten, dicke Socken, Handschuhe, Mütze und Kapuze - der Wind ging trotzdem durch und durch. Damit er einem nicht zu sehr in die Ärmel, unter die Hose, durch die Mütze pfeift, muss man einfach ein bisschen Gas geben, dann wird es schon warm! 😉
Belohnt wurde ich dafür mit herrlichem Licht und viel Sonnenschein.

zugefrorene Gräben, eisiger Wind - und Sonne!
Das entschädigt hoffentlich dafür, wenn wir in den nächsten Tagen wieder zum grauen Dauer-Novemberwetter zurückkehren. 😟
Als ich zurück war, habe ich beschlossen, den Wildvögeln auch noch etwas Gutes zu tun.

Danke, Inga!

Und auch für mich selbst war dann wieder der gemütliche Teil des Winters angesagt 😊:

Vitamine und Spannung!

Freitag, 22. Dezember 2017

Ik wanske jam...

🎄 Frööligen jul an en seegent neijuar! 🌟

Samstag, 9. Dezember 2017

Adventsstimmung auf Föhr

Nun ist er da, der Advent. Wie in jedem Jahr gab es auch diesmal viel zu früh Weihnachts-süßigkeiten in den Geschäften - ja, das ist auch auf Föhr so. Was aber auf Föhr definitiv anders ist, ist die beschauliche, ruhige, gemütliche Atmosphäre im Advent. Während anderswo hektischer Weihnachtsstress herrscht, überfüllte Weihnachtsmärkte die Innenstädte bevölkern und in jedem Lokal "Last Christmas" aus den Lautsprechern dudelt, gibt es sie hier noch: die besinnliche Adventsstimmung.

Ein großes Talent haben die Föhrer bei ihrer Adventsdekoration. Da stehen Kerzen in den Fenstern und Lichterkränze schmücken die Eingänge zu den friesischen Knusperhäuschen. Und alles gerade so, dass es nicht zu viel wird, sondern Gemütlichkeit ausstrahlt, wenn man abends im Dunkeln durch die leeren Straßen spaziert.

Einen festen Weihnachtsmarkt haben wir hier nicht. Wer jetzt aber meint, es gäbe keinen Glühwein - oh nein, weit gefehlt! Wir haben zwar keinen Dauer-Weihnachtsmarkt, aber immerhin Fietis Punschbude, die jeden Abend ab 17 Uhr öffnet! Da trifft man sich. Während die Wyker Sträßchen und Gassen tagsüber oft wie ausgestorben daliegen, kommt um kurz vor 5 plötzlich Leben ins Örtchen. Man trifft sich bei Fieti zum Punschtrinken. Und dass dort jeden Abend die Tombola stattfindet, tut sein übriges. In der Adventszeit erhält man in den Föhrer Geschäften bei jedem Einkauf ein Los, das am gleichen Abend bei Fieti in der Lostrommel liegt. Zu gewinnen gibts Geschenke und Gutscheine. Da kommt man gern!

an Fietis Punschbude herrscht Ruhe - noch! 😉

Außerdem gibt es natürlich den ein oder anderen Adventsbasar und jedes Jahr am 2. Adventswochenende den festlichen Adventsmarkt im und am Friesenmuseum.

Adventsmarkt am Friesenmuseum

Ja, ihr habt richtig gelesen: Adventsmarkt IM Friesenmuseum! Zwischen Schaukästen über Walfänger und Seefahrt, historischen Bildern und Föhrer Trachten werden an diesem Wochenende Tische und Stände aufgebaut, die alles anbieten, was die Föhrer Hobbykünstler eben so zu bieten haben. Kerzen, Seifen, Weihnachtskarten, Dekoartikel und Schmuck - alles handgemacht. So manch einer kennt sich, es wird geschnackt, und weil zu dieser Jahreszeit nur wenig Gäste da sind, hört man statt auswärtiger Dialekte plattdeutsch und friesisch. Auch im festlich geschmückten Museumsgarten sind Buden aufgebaut, man läuft über Strohwege unter der Windmühle hindurch und wundert sich - kein Gedrängel! So macht Weihnachtsmarkt Spaß 😊

Adventsmarkt im historischen Haus Olesen von 1617

Und wo bekommen die Föhrer eigentlich ihre Weihnachtsbäume her?
Tja, das ist so eine Sache... weil es in früheren Zeiten auf Föhr nicht genügend Bäume gab, wurden statt eines Tannenbaums an Weihnachten kleine Holzgestelle geschmückt, die man ins Fenster stellen konnte - so genannte friesische Weihnachtsbäume. Diese Tradition gibt es auch heute noch. Zum Glück muss jedoch niemand mehr auf einen "echten" Weihnachtsbaum verzichten. Die Tannenbäume werden mit der Fähre auf die Insel gebracht und am 1.Advent gibt es einen Weihnachtsbaumverkauf im Forst. Der Weihnachtsmann ("Kenken") schaut dort auch vorbei - hab ich mir zumindest sagen lassen! 🎅😉

Weihnachtsbaumverkauf im Forst


Sonntag, 3. Dezember 2017

Advent, Advent...

... ein Lichtlein brennt! 🌟

Mittwoch, 22. Februar 2017

Wundervolles Winterlicht

Auch wenn dieser Spaziergang am Strand schon ein paar Tage her ist, wollte ich euch die Bilder nicht vorenthalten! Das Licht war an diesem Tag einfach phantastisch: Sonne, überfrorenes Watt, glitzerndes Wasser... seht selbst:

Sonne bei Olhörn



gefrorener Flutsaum

Eisschichten im Watt

wie eine Perlenkette - die Warften von Langeness im Hintergrund


Sonnenuntergang


Den Sonnenuntergang genießen und sich danach mit einer Tasse Tee schön gemütlich auf dem Sofa einkuscheln - herrlich! 😊


Dienstag, 21. Februar 2017

Biike auf Föhr - treiben wir ihn aus, den Winter!

Gäbe es eine nordfriesische Nation oder gar einen nordfriesischen Staat, dann wäre der 21. Februar mit Sicherheit der Nationalfeiertag. Denn an diesem Tag brennen schon seit Jahrhunderten überall auf den nordfriesischen Inseln und Halligen die weithin sichtbaren Biikefeuer.
Das Ende des Winters ist da!

Schon Wochen vorher laufen die Vorbereitungen: Weihnachtsbäume und Holzschnitt aus den Gärten werden gesammelt, Tische für das traditionelle Grünkohlessen reserviert, Ferienwohnungen aus dem Winterschlaf geweckt.
Dann geht es daran, das gesammelte Holz zu den großen Biikehaufen aufzuschichten. Auf Föhr sind das insgesamt 14 an der Zahl, denn wer als Dorf etwas auf sich hält, hat natürlich sein eigenes Biikefeuer. Ist doch klar. 😉
Vor kurzem fragte ich einen 5-jährigen: "Was hast du am Wochenende gemacht?" "Biike fahren!" war seine entrüstete Antwort. Mensch, das hätte ich mir doch wirklich denken können. 😂
Und, das ist mir zumindest zu Ohren gekommen, die Biikehaufen müssen natürlich auch bewacht werden. Man will ja schließlich nicht, dass die aus dem Nachbardorf kommen und das mühsam herangekarrte Holz klauen. Oder den Haufen vorzeitig abbrennen lassen.

Fackelzug zum Wyker Biikefeuer

Seinen Ursprung hat der Brauch des Biikebrennens übrigens in heidnischer Zeit, als mit den Feuern die germanischen Götter gnädig gestimmt werden sollten, den harten Winter zu beenden. Weil dabei eine Opfergabe helfen sollte, wird auch heute noch auf vielen Feuern eine Strohpuppe (der "piader") mit verbrannt. Hartnäckig halten sich auch die Geschichten, dass mit den Biikefeuern im 17. und 18. Jahrhundert die Männer und Jungen verabschiedet wurden, die in den Sommermonaten auf Walfang gingen. Ob das der Wahrheit entspricht oder nicht, damals wie heute kommen am Feuer Groß und Klein zusammen. Man hält den ein oder anderen Klönschnack, genießt einen heißen Punsch, Bratwürstchen und Manhattan (das wäre dann das Föhrer Nationalgetränk - eine Mischung aus rotem Martini, weißem Martini und Whisky mit einer Cocktailkirsche drin. Irgendwie muss man sich ja warm halten! 😉).
Und alles wartet auf den einen Moment:

Da brennt er, der Peter!!

Anschließend geht's zum Grünkohlessen in die Gaststätten. "Grünkohlbuffet", "Grünkohlkarte", "Grünkohl auch außer Haus" sind die Schlagworte der Werbeanzeigen. 😋😋

Treiben wir ihn aus, den Winter, auf einen schönen Frühling!! 🍻


Sonntag, 12. Februar 2017

Windstärke 8 aus Ost, -2 Grad und Halsschmerzen... da hilft nur Hühnersuppe!

Im Moment zeigt sich die schöne Insel Föhr von ihrer kalten und winterlichen Seite. Seit etwa einer Woche haben wir strammen Wind aus Ost, der die Inselbewohner und wenigen Gäste zittern und frieren lässt. Abgesehen davon, dass bei Ostwind der Fährfahrplan völlig durcheinander gerät (aber das ist ein anderes Thema...) und ich den Wind ums Haus heulen höre, ist es im Großen und Ganzen doch ganz schön draußen. Wir hatten sogar Schnee, wenn auch nur einen Tag... Wer also mag, sich von dem "büschen Wind" nicht abhalten lässt und Zeit hat, zieht an, was er hat (Strumpfhose oder Thermoleggins, dicke Socken, zwei Pullover, Jacke, Mütze, Schal und Handschuhe sind bei mir gerade Pflichtprogramm) und macht sich auf zu einem Spaziergang an den Strand. Herrlich, sich mal ordentlich durchpusten zu lassen! 😊 Danach hat man sich dann einen heißen Tee oder eine Tote Tante zum Aufwärmen so richtig verdient...


Nachdem der Wind noch zugenommen und jetzt bei Windstärke 7-8 angekommen ist, fiel der Spaziergang diesmal eher kurz aus und ich habe dem Café Steigleder einen Besuch abgestattet. Dieses Traditionscafé besteht schon seit 1919 und ist auf Föhr längst kein Geheimtipp mehr. In der ersten Reihe am Sandwall gelegen, mit einer großen Fensterfront mit Blick aufs Meer ist es eins der wenigen Lokale, die ganzjährig geöffnet haben. Die Einrichtung ist herrlich gemütlich, wer will da schon wieder in die Kälte hinaus?

Vor der Fensterfront: die Nordsee! 😍

Von den hausgemachten Torten kann ich besonders die Friesentorte sehr empfehlen (für die, die es nicht wissen: ein großer Haufen Schlagsahne sowie ein großer Haufen Pflaumenmus zwischen zwei Blätterteigplatten - mjamm! 😋😋).
Da mich seit ein paar Tagen fiese Halsschmerzen nerven, habe ich mich diesmal jedoch für eine hausgemachte Hühnersuppe entschieden:


Na gut, ich gebs zu, Mama hat mir den Tipp gegeben! 😉 Aber Hühnersuppe soll ja bekanntlich wirklich bei Erkältungen helfen - und geschmeckt hat sie definitiv!