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Sonntag, 4. November 2018

Herbstwanderung

Wenn an einem freien Samstag im Herbst so richtig die Sonne scheint, dann gibt es nur eines: nichts wir raus! Also habe ich gestern kurzerhand meinen Rucksack gepackt und eine kleine Herbstwanderung unternommen! 🎒🏃🍄🍂🍁🌞
Von Wyk aus ging es los, am Radweg entlang in Richtung Nieblum. Der Weg ist schön abwechslungsreich, er schlängelt sich am Flugplatz hinaus (den Start einer kleinen Propellermaschine aus nächster Nähe beobachtet), durchs Wäldchen, durch die Dünen und zwischen Wiesen hindurch.

Herbstwald

giftige Herbstfreunde

Der Rückweg führte mich dann am Strand entlang, über den neuen Bohlenweg und den Deich. Herrliches Licht über der Ebbe!


am neuen Bohlenweg

zurück Richtung Wyk
kalter Wind auf dem Deich - und herrliche Sonne!

schöne Häuschen

Nach insgesamt knapp 4h war ich wieder zurück. Eine heiße Schokolade hat man sich nach so einer Tour bei 8 Grad, Sonne und kaltem Wind verdient, finde ich! 😉

Freitag, 24. August 2018

Wattwanderung zum Kormoransand

Vor einiger Zeit habe ich an einem freien Sonntag an einer Wattwanderung teilgenommen. Ich hatte Lust, mal wieder so richtig raus ins Watt zu laufen, mal wieder eine richtige Urlauberaktivität mitzumachen, mal etwas ganz anderes zu sehen.
So ging es vom Dunsumer Deich raus in Richtung Kormoransand - einer großen Sandbank, die kurz vor Sylt liegt, auch bei Flut trocken bleibt und darum auch "Mutterbank" der Seehunde genannt wird. Mit 99%iger Wahrscheinlichkeit sollten wir dort Seehunde sehen, so unser Wattführer.
Eine Bemerkung zum Thema Wattführer: das Watt ist tückisch. Die Flut kommt bei auflaufendem Wasser nicht einfach von vorne auf einen zu, sondern läuft über Priele zum Teil auch seitlich und sogar von hinten heran. Darum sollte man nie ohne Wattführer zu so einer großen Tour aufbrechen. Die kennen sich aus, kennen die Lage der Priele und die Besonderheiten, müssen sich regelmäßig weiterbilden und können obendrein sehr viel Interessantes zu den Tieren im Nationalpark erzählen.

Los gehts also.

Bei Regen starten wir - erstmal durchs Wasser

Bei kräftigem Westwind oben dick eingepackt, unten barfuß, starten wir zunächst durchs Wasser. Wir weichen den Tangbüscheln aus, weil sich darunter oft scharfkantige Austern verstecken und platschen los, bis wir die erste trockene Sandwattzone erreichen. Unser Wattführer stoppt immer wieder, erklärt viel Spannendes über Krebse, Wattwürmer, Quallen und den Meersalat. Mit seiner Pforke gräbt er ganz gezielt die Tiere aus, die er uns zeigen will. Bis er die Pforke schließlich an einem sagenumwobenen alten Stein, der fast im Schlick versunken ist und angeblich die Lage einer versunkenen früheren Ortschaft markiert, tief in den Boden rammt. "Die bleibt hier, als Peilmarke für den Rückweg." Alles klar. So viel zur Orientierung im Watt.

Nach etwa 4,5km Wegstrecke über fast durchgänig sandiges und angenehmes Watt erreichen wir den Kormoransand. Faszinierend, wie sich plötzlich, mitten im Meer, vor uns eine riesige schneeweiße Sandbank erhebt. Bei gutem Wetter kann man hier picknicken und sogar im Priel baden.


Mitten im Watt erhebt sich eine riesige, schneeweiße Sandbank - der Kormoransand


Heute wird das eher nichts mit baden und picknicken. Es ist zu pustig. Nachdem wir anfangs zwei Regenschauer mitten im Watt auf uns haben niederprasseln lassen, scheint nun zwar die Sonne. Frisch ist es trotzdem. An der Nordsee muss man eben manchmal einfach über dem Wetter stehen.

Wir nähern uns langsam, denn tatsächlich: auf der Sandbank liegen Seehunde. Die wollen wir natürlich nicht verscheuchen. Etappenweise kommen wir ziemlich nah heran, nah genug, um den Geruch der Tiere aufzuschnappen. Es riecht... nach wilden Tieren. 🙊

Seehunde


Anschließend machen wir noch kurz Halt an der Fahrrinne. Sylt sieht hier zum Greifen nah aus, man kann schon die einzelnen Häuser erkennen. Rüber kann man nicht. Zwischen uns und der Insel der Schönen und Reichen liegt das Fahrwasser, mit über 30m Tiefe. Macht nichts. Wir bleiben hier auf der paradiesischen Sandbank, bevor wir den Rückweg nach Föhr antreten.



Sylt - unerreichbar hinter der Fahrrinne


Insgesamt 4h im Watt, 9km Wegstrecke über sandigen, unebenen Untergrund liegen nun hinter uns - das merkt man an den Füßen. Aber schön wars! 😊👍

Zum Schluss noch eine Quizfrage für alle Nordseefreunde:

Was hat es mit dieser Spur im Watt auf sich?

Was ist das?

Samstag, 21. April 2018

Endlich...

Endlich, ach, was sage ich, ENDLICH ist der Frühling auch bei uns angekommen!! 🌞🌸
In letzter Zeit war ich ziemlich ausgehungert nach Sonne und Licht und Natur, was mit Sicherheit nicht nur an dem langen dunklen Winter, sondern auch an dem fehlenden Sommer letztes Jahr liegt. Drücken wir also die Daumen, dass es dieses Jahr mehr Sommer gibt! ✊
Heute jedenfalls habe ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder eine große Radtour über die Insel gemacht, raus aus Wyk, rein in die idyllischen Dörfchen und die Natur - und ich habe es ohne Ende genossen! 😊

unterwegs in der Marsch - Sonne satt (dazu noch ein kühler Wind)

die Schafe sind wieder da - auf frischem Grün (an den Bäumen noch eher spärlich...)

die Gänse sind auch da (Brandgänse? Ringelgänse?)

Suchbild 😉

Samstag, 14. April 2018

Balkongärtnerei

Letztes Wochenende hat die Sonne das erste Mal so richtig frühlingshaft vom Himmel gestrahlt. Leider hing ich mit einem blöden Husten zu Hause fest und konnte das tolle Wetter nicht so richtig genießen. Immerhin habe ich es mir für 1-2 Stunden auf meinem Balkon gemütlich gemacht. Dabei habe ich wieder Lust auf Blumen, Pflanzen und Balkongärtnerei bekommen! 🌷🌸🌺
Noch am gleichen Nachmittag habe ich die ersten Frühlingsblumen gekauft. Nun stehen auf meinem Balkon violette Hornveilchen, weiße Bellis und gelbe Stiefmütterchen und verteilen ihre ersten Farbtupfer.
Vorgestern habe ich dann im Supermarkt Clematis-Pflanzen entdeckt. Mein (unfassbar langer) Balkon hat rechts und links an der Hauswand jeweils Rankgitter aus Holz und ich hatte schon länger überlegt, wie ich diese nutzen könnte. Der erste Versuch mit einer Saat namens "blühender Gartenzaun", einer Mischung aus bunten Rankpflanzen, hatte leider nur zu vielen lange grünen Stängeln, aber keinen Blüten geführt. Also hab ich kurz entschlossen zwei Clematis mitgenommen - einen Versuch ist es bestimmt wert!
Eigentlich soll man mit dem Pflanzen ja bis nach den Eisheiligen warten. Aber gilt das auch für mehrjährige, also winterharte Clematis? Ich habe beschlossen: nein. Bei kalten 7 Grad und bedecktem Himmel hab ich sie heute kurzerhand eingepflanzt.
Jetzt heißt es Daumen drücken! 🌸🌺👍

noch etwas spärlich...

So sollen sie mal aussehen! 🌺

So auch! 🌸

Sonntag, 18. Februar 2018

Shopping für Insulaner

Aufgrund der besonderen Insellage ist das mit dem Bummeln und Shoppen gehen hier bekanntermaßen nicht ganz so einfach. Während ich früher in Köln innerhalb von einer Viertelstunde mit der Bahn in der Fußgängerzone war, alle erdenklichen Geschäfte in kürzester Zeit erreichen oder auch mal schnell auf dem Heimweg von der Arbeit noch ein T-Shirt mitnehmen konnte, so sieht das hier auf Föhr ganz anders aus.

Erstens: auf der Insel selbst gibts nicht viel. Wir haben zwar eine Fußgängerzone mit Souvenir- und Dekolädchen, Teegeschäften und Buchhandlungen, dafür aber eher wenig Bekleidungsgeschäfte. Und die, die es gibt, haben nur eine sehr begrenzte Auswahl. Zweitens: auch auf dem nahen Festland liegt jetzt nicht unbedingt die gigantische Shopping-Metropole schlechthin. 😅
Fakt ist: der Norden Schleswig-Holsteins hat unheimlich viel Gegend. Und hübsche kleine Dörfchen. Die nächste größere Stadt ist allerdings einige Kilometer entfernt. So habe ich mir in letzter Zeit angewöhnt, alle möglichen Einkaufsgelegenheiten so gut wie möglich zu nutzen. Ein Wochenende bei Mama und Papa? Auf jeden Fall schnell zu dm und die Vorräte aufstocken. Ein Abstecher ins Schuhgeschäft wäre auch nicht schlecht. 😅

An diesem Wochenende ergab sich dann noch eine neue Shopping-Gelegenheit für mich. Meine liebe Chefin hatte mich gefragt, ob ich mit ihr und zwei anderen nach Flensburg zum Bummeln fahren möchte. Die Einleitung klang ungefähr so: "Wir machen am Samstag einen Tagesausflug aufs Festland, ich hatte mal wieder so Lust auf McDonalds!" 😂 Den gibts auf Föhr nämlich auch nicht (zum Glück).
Gesagt, getan. Morgens um halb 9 auf die Fähre, rüber aufs Festland, 60km nach Flensburg gedüst, abends um 8 wieder zurück. Was man den ganzen Tag über so macht? Lecker frühstücken gehen in der Niebüller Backstube, mittags ausgiebig essen im Café Extrablatt (hat man ja auch nicht alle Tage) und auf dem Rückweg noch bei besagtem Schnellimbiss anhalten. Gelegenheiten wollen schließlich genutzt werden. 😂 Und dazwischen nahezu sämtliche Geschäfte besuchen, die sich einem bieten. Wenn man schon mal da ist... 👜👝🎁👛

Fazit: Als Insulaner muss man die (Shopping-) Gelegenheiten nutzen, die sich bieten. Und Flensburg ist dafür wirklich eine Reise wert. Es ist ein überschaubares, hübsches Städtchen an der Förde, das alle Läden hat, die man eventuell möglicherweise ganz dringend mal wieder besuchen möchte.
Schön war's! 😉

Montag, 16. Oktober 2017

Ein Herbsttag

Nach gefühlt ewig langem Dauer-Nieselregen zeigte sich am Sonntag auch bei uns endlich mal wieder die Sonne! Also nichts wie raus! 🌞🍂🍁

mit dem Fahrrad durch den Herbstwald

Dunst über dem Watt

Drachen am herbstlichen Strand

Weißdorn (danke, Isa! 😉)

schöne Herbstfarben 🍁

Sonntag, 2. Juli 2017

Hallig Hooge für einen Tag

Letzte Woche habe ich einen Tagesausflug auf die Hallig Hooge gemacht. Dort war ich in den letzten Jahren schon öfters gewesen und konnte mich noch gut an das überwältigende Gefühl erinnern, jetzt aber wirklich "so richtig mitten in der Nordsee" zu sein 😊🌊.

Für diejenigen, die es genauer wissen wollen: Inseln und Halligen unterscheiden sich dadurch, dass Inseln Deiche haben und daher vor Überflutung geschützt sind. Halligen dagegen werden mehrmals im Jahr bei Sturmfluten überflutet. Die Bewohner leben auf sogenannten Warften, also Erdhügeln, auf denen die Häuser erhöht stehen. Wenn die Hallig bei Sturmfluten überspült wird, schauen dann nur noch diese Hügel mit den Häusern darauf aus dem Meer hervor. 10 nordfriesische Halligen gibt es insgesamt, nicht alle sind bewohnt. Und sie sind einzigartig auf der ganzen Welt!

Willkomen auf Hooge (friesisch: Huuge)!
Etwas über 100 Einwohner hat Hooge, aber vor allem im Sommer wird die kleine Hallig von vielen vielen Tagestouristen besucht. Direkt am Anleger kann man sich entscheiden, ob man die Hallig zu Fuß, mit dem Leihfahrrad ("Fahrrad 4€, mit Schaltung 4,50€" 😂) oder mit der Pferdekutsche erkunden möchte.

Halligerkundung mit zwei PS
Für die Tagesauflügler spielt sich eigentlich alles im Bereich der ersten drei Warften ab: Backenswarft (hier gibts ein wunderbares Café im Friesenhaus mit schönem Garten), Kirchwarft (der Name erklärt sich von alleine) und Hanswarft (hier tobt das Leben: mehrere Lokale, ein Souvenirladen, das berühmte Sturmflutkino und der Königspesel sind hier zu finden). Ich spazierte zu Fuß zuerst zur Kirchwarft:

die Halligkirche

Sandboden in der Kirche, damit bei Hochwasser das Wasser schneller wieder ablaufen kann

Danach ging es weiter zur Hanswarft. Hier befindet sich u.a. der Königspesel in einem alten Kapitänshaus, in dem 1825 der dänische König übernachten musste, als er wegen eines Sturms nicht mehr von der Hallig runter kam.

Königspesel
Das Sturmflutkino hab ich dieses Mal nicht besucht. Aber der Kurzfilm mit Aufnahmen von "Landunter" auf Hooge ist auf jeden Fall sehenswert! So viel zu den Must-Sees der Hallig. Die wahre Sehenswürdigkeit ist für mich jedoch die Landschaft. Hier steht man wirklich "mitten im Meer", hat 360 Grad Horizont rund um sich herum, nichts als Weite... unfassbar schön.

Blick von der Warft aufs Meer

360 Grad Horizont
 Auch die schönen Häuser auf den Warften sind sehenswert:

schöne Friesenhäuser
Und so manche Ecke hält die ein oder andere Überraschung bereit:

Strandgutschuhe seit 1991
Kurz gesagt: die Halligen sind definitiv nochmal eine ganz andere Nummer als die Inseln. Mehr Nordsee, mehr Weite, mehr Ruhe. Stress und Hektik wird man hier nicht finden. Der "Hallig-Bote" hat das mal so beschrieben:

"Auf der Hallig leben heißt im Meer zu wohnen. Freiheit. Endlose Weite. Wenn einer kommt, sieht man das schon eine Viertelstunde vorher. Aus riesigen Salzwiesen und schmalen Wegen entsteht die weitläufige Basis, auf der die nahe Zukunft stets absehbar bleibt. Hier haben die Menschen viele Ferngläser und manche keinen Fernseher."


Auf Wiedersehen Hooge, ich komme bestimmt wieder! 😊

Samstag, 1. Juli 2017

Föhrer Erdbeeren, mjammi!

Letzten Donnerstag war bei mir (ganz ungeplant) ein Tag voll regional-saisonalem und damit hochgesundem Obst und Gemüse! 😊 Zuerst kaufte ich auf dem Oevenumer Dorfmarkt alles für einen leckeren Salat von einem Bauernhof aus Süderende. Nachmittags bin ich dann noch nach Borgsum geradelt und habe auf dem Erdbeerfeld vom Bauernhof Nielsen Erdbeeren gepflückt - bei einem Preis von 3€ für 1,2kg hat sich das Rumkrabbeln auf dem Feld auf jeden Fall gelohnt! 😊😋


Föhrer Erdbeeren

Mjammi! 🍓😋

Samstag, 27. Mai 2017

Mein Sommer-Balkon

Nachdem es bei uns nun endlich auch sommerlich warm geworden ist 🌞 habe ich beschlossen, die verkümmerten Primeln auf meinem Balkon durch Sommerblumen zu ersetzen.
Da ich in Köln immer gute Erfahrungen mit Petunien gemacht habe, habe ich mich auch dieses Jahr wieder dafür entschieden. Wollen wir doch mal sehen, ob sie hier genauso schön werden!

zweifarbige Petunie und Kapaster

acht kleine Petunien warten darauf, eingepflanzt zu werden



Sommerbalkon im Abendlicht

Sonntag, 14. Mai 2017

Mein Drahtesel und ich

Wie ihr alle wisst, habe ich kein Auto. Das hat sich auch auf Föhr nicht geändert. Da ich das große Glück hatte, eine Wohnung in Wyk zu finden, brauche ich einfach keins.

Während ich in Köln alle Wege mit der Bahn zurückgelegt habe, bin ich nun aufs Fahrrad umgestiegen. Das gehört hier quasi dazu! 🚲 😉 Auf der Insel sind eigentlich alle Wege kurz. Manchmal bin ich selbst überrascht, wenn ich ein paar Dinge erledigen wollte, sagen wir z.B. zur Post, Altglas wegbringen und zu Rossmann und plötzlich nach einer halben Stunde schon wieder zu Hause bin! 😊 Also perfekt zum Fahrrad fahren!
Am Wochenende fahre ich gerne größere Runden mit dem Rad quer über die Insel. Und manchmal genieße ich es auch, nach Feierabend noch eine kurze Runde über Oevenum und Nieblum zu drehen.

Das Wichtigste ist jedoch, dass ich die Arbeitswege mit dem Rad in kürzester Zeit schaffen kann. Und damit meine ich "kürzeste Zeit" - wo hat man sonst schon einen Arbeitsweg von 5 Minuten?! 😊Mein Fahrrad ist also auf jeden Fall ein alltägliches Verkehrsmittel, auf das ich angewiesen bin. Wenn es einen Platten hat (oder noch schlimmer: Kette ab), ist das ein Problem. Da gehts mir jetzt ganz ähnlich wie den Autofahrern, die ein großes Organisationsproblem bekommen, wenn das Auto in die Werkstatt muss... an welchem Tag mache ich das am besten? Wo kriege ich Ersatz her? Wie lange dauert das? Wie teuer wird es?

Vor kurzem hatte ich die Chance, fahrradmäßig aufzusteigen - in eine ganz neue Liga sozusagen. Meine Chefin wollte ihr altes Rad loswerden und ich konnte es ihr supergünstig abkaufen. Es hat zwar auch schon ein paar rostige Stellen (wegen der Salzluft bekommen sie das hier wohl alle früher oder später) und ist nicht mehr ganz neu - aber dafür hab ich jetzt 7 Gänge! 😀🏆 Und ich sage euch, wenn der Gegenwind ordentlich pustet oder man mit Getränken im Fahrradkorb den "Berg" vor Lidl hinauf muss - dann braucht man die...

mein neues Fahrrad

Samstag, 29. April 2017

Föhr tanzt!

Föhr tanzt?! Ja, tatsächlich! 🎶

Wie ihr alle wisst, war ich sportmäßig schon immer am ehesten fürs Tanzen zu haben. Ob früher Ballett und Modern Dance, später die Tanzschule oder an der Uni Dance Aerobic - auspowern zu Musik ist einfach irgendwie mein Ding.
Zuletzt habe ich in Köln (mehr oder weniger) regelmäßig Zumba getanzt, was immer super war. Mitten im schönen Nippes gab es eine kleine Hinterhof-Tanzschule, in der tagsüber Ballettkurse für Kinder und abends Zumba für Erwachsene stattfand. Wir "hotteten" zu einer Mischung aus Aerobic, Hip Hop, Salsa, Samba und anderen Tanzstilmischungen "mal so richtig ab", mit viel Choreographie und Schritten fürs Hirn, wenig Zeit zum Nachdenken über die Arbeit und andere Stressthemen, dafür umso mehr Schweiß. Herrlich!

Mit meinem Umzug nach Föhr war es damit natürlich vorbei und ich musste mir etwas Neues suchen. Nun muss man wissen, dass Föhr ziemlich klein ist, das Sportangebot überschaubar (zumindest wenn man nicht Fußball oder Handball spielen will) und die Auswahl an Tanzkursen dementsprechend noch überschaubarer. Aber mittlerweile bin ich mit meinem "Energy Dance" mehr als glücklich. Und das kam so:

Anfang letzten Jahres, als ich noch ganz neu hier war, fragte meine liebe Chefin Sina mich, was ich denn so für Hobbys habe. Als sie vom Zumba hörte, empfahl sie mir sogleich das "Energy Dance", das sie selbst zwar noch nie ausprobiert hatte, aber "die Cousine von meinem Freund macht das, und die findets gut". Ja, so läuft das hier. 😁
Der Name "Energy Dance" war mir zwar irgendwie suspekt (und klang in meinen Ohren verdächtig esoterisch), aber wie gesagt, die Auswahl ist begrenzt, also hin und ausprobieren! So bin ich eines Dienstagabends nach Wrixum geradelt. Direkt hinter der Mühle liegt das Café "Alt Wrixumer Hof", wo der Kurs stattfinden sollte. Im Café? Ja, so läuft das hier. 😆
Die erste Überraschung erlebte ich direkt beim Reinkommen: ich landete mitten in der Tagung des örtlichen Hundesportvereins. Ausgerechnet! Nach kurzer Irritation die einzig sinnvolle Frage: "Bin ich hier überhaupt richtig?" - "Ja ja, geh' man durch!" 
Hinten, das heißt im Veranstaltungsraum, gab es tatsächlich eine größere freie Fläche, eine kleine Bühne und eine Musikanlage. Das war der Ort fürs Energy Dance! Und siehe da: ein bekanntes Gesicht! "Ach, du machst Energy Dance?" Die Kursleiterin war eine Erzieherin, die ich schon von der Arbeit her kannte. Die Insel ist klein, so läuft das hier. 😊
Damit kannte ich also schon zwei Leute, die Cousine vom Freund meiner Chefin und die Kursleiterin. Beste Voraussetzungen also. Da der Kurs mich dann auch noch positiv überraschte - nichts esoterisches, eher eine Aerobic-Unterart (ohne allzu viel Choreographie, aber man kann ja nicht alles haben, und wie gesagt, die Auswahl ist begrenzt...), nette Leute, lustige Stimmung und eine gute Musikmischung. Julius, der Freund von Ute, der Kursleiterin, macht den DJ. Jaja, so läuft das... 😂

Und nun bin ich schon seit über einem Jahr (wie gehabt, mehr oder weniger) regelmäßig dabei. Das Radeln nach Wrixum ins Café dienstagabends hat sich eingespielt, man kennt die Leute und kann den Arbeitstag mal so richtig abschütteln.

Falls ihr euch also mal fragt, was ich abends so mache: dienstags tanze ich mit ziemlicher Sicherheit mit Ausblick auf schöne Reetdachhäuschen und Tortenduft in der Nase (ja wirklich, Stefan, also der vom Café, backt nahezu pausenlos...) durchs Café - und ich liebe es! 😊😉